Austritt der Reformierten in Horw und Meggen-Adligenswil-Udligenswil aus Kirchgemeinde rückt näher

Mit der Vertragsunterzeichnung vom 11. August 2015 zwischen der Reformierten Kirche Luzern und den beiden Teilkirchgemeinden Horw und Meggen-Adligenswil-Udligenswil schafft das komplexe Verfahren zum Austritt aus der Kirchgemeinde Luzern die erste grosse Hürde.

Wenn die nächsten Schritte gemäss Plan umgesetzt werden können, sind die beiden Teilkirchgemeinden Horw und Meggen-Adligenswil-Udligenswil bald selbständige reformierte Kirchgemeinden. Per 1.1.2017 werden sie sämtliche Aufgaben (Personal, Immobilien, strategische Ausrichtung etc.) in Eigenregie tätigen.
Dieser Vertragsunterzeichnung gingen jahrelange intensive Verhandlungen voraus. Vielschichtig und anspruchsvoll waren vor allem die finanziellen Berechnungen. Die beiden austretenden Teilkirchgemeinden sind beim internen Finanzausgleich auf der Geberseite. So wurden denn auch während 10 Jahren degressiv Übergangszahlungen an die Kirchgemeinde Luzern vereinbart.
Das weitere Verfahren läuft nach der Rechtsordnung der Reformierten Kirche Luzern. Am 6. Dezember 2015 findet die Abstimmung in den beiden austrittswilligen Teilkirchgemeinden und im Frühling 2016 im Grossen Kirchenrat, dem Parlament der Kirchgemeinde Luzern, statt. Eine weitere Hürde dürfte die Abstimmung in der ganzen Kirchgemeinde Luzern im Herbst 2016 darstellen. Als letztes Gremium stimmt die Synode, das Parlament der Kantonalkirche darüber ab.