Die Luzerner Polizei und die Feuerwehr der Stadt Luzern haben wieder einen Seelsorger. Robert Knüsel-Glanzmann tritt die Stelle als Polizei- und Feuerwehrseelsorger am 1. November in einem 30-Prozent-Pensum an.

Robert Knüsel-Glanzmann (65) ist in Egolzwil aufgewachsen und lebt in Flüeli-Ranft. Nach dem Theologiestudium war er in der kirchlichen Jugendarbeit tätig und hatte verschiedene Stellen als Gemeindeleiter inne. Ab 2001 leitete Robert Knüsel die Fachstelle Information Kirchliche Berufe sowie den Bildungsgang Theologie auf den Dritten Bildungsweg. 2011 wurde  er Gemeindeleiter der Pfarrei Buchrain-Perlen; diese Tätigkeit gibt er diesen Herbst auf.

Zur Hauptaufgabe des Polizei- und Feuerwehrseelsorge gehört die Begleitung der Einsatzkräfte bei beruflichen und persönlichen Höhen und Tiefen. Der Stelleninhaber gestaltet zum Beispiel die Agathafeier mit, gestaltet ökumenische Gottesdienste, spricht an den Vereidigungen und wirkt an der korpsinternen Aus- und Weiterbildung der Luzerner Polizei mit, ist an Nachtdiensten präsent und steht für persönliche Gespräche zur Verfügung. Es gibt Einsätze, die stark belasten, die nicht einfach so weggesteckt werden können. In solchen Fällen wird oft der Austausch mit dem Seelsorger gesucht. Auch andere Sorgen können an ihn herangetragen werden: etwa, wenn Personen der Korps Probleme oder Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz oder zu Hause erfahren.

Die Stelle der Polizei- und Feuerwehrseelsorge gibt es seit Sommer 2006. In gemeinsamer Verantwortung getragen wird sie von den drei Landeskirchen, der katholischen Kirchgemeinde Luzern, der Luzerner Polizei sowie der Feuerwehr der Stadt Luzern. Kirchen und Blaulichtorganisationen finanzieren die Stelle je ungefähr hälftig.

Erster Stelleninhaber war von 2006 bis Sommer 2013 Thomas Lang (Luzern). Seither war die Stelle vakant. Erst wurde auf die Ausschreibung hin keine geeignete Person gefunden, später drohte die Stelle den Sparmassnahmen des Kantons zum Opfer zu fallen, was eine weitere Verzögerung zur Folge hatte.