Kompakt und persönlich – Die 105. Synode der Reformierten Kirche Kanton Luzern vom 25. Mai 2016

Bereits die Einleitung der Synode durch die Hochschulseelsorge zeigte Gesicht. Zwei Studenten und die beiden Hochschulseelsorgenden stellten ihre Arbeit und das Angebot der Hochschulseelsorge vor.

Drei neue Mitglieder der Synode, Ginette Bättig, Wahlkreis Sursee sowie Hans Küher und Beat Blättler, beide Wahlkreis Stadt Luzern, wurden aufgenommen.

Das zentrale Sachgeschäft der Synode war die Jahresrechnung 2015. Bei einem Betriebsaufwand von 1’829’591 Franken, einem Personalaufwand von 1’002’024 Franken sowie einem Aufwand der Kantonalkirche an Beiträge und Verpflichtungen von 424’002 Franken, wurde ein Ertrag von 1’912’631 Franken ausgewiesen. Dank Steuereinnahmen der Kirchgemeinden von 1’826’890, der Entnahme von 110’000 Franken aus einem Betriebsfonds und aufgrund geringerer Personalkosten infolge Vakanzen wurde dieses positive Ergebnis erreicht. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt, die geleistete Arbeit und die Sparbemühungen verdankt. Die Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen wiesen jedoch darauf hin, dass weiterhin Vorschäge ausgearbeitet werden müssen, um eine nachhaltig ausgeglichene Finanzlage der Kantonalkirche zu erreichen.

Da für das Ressort „Recht“ im Synodalrat noch keine Kandidatin oder Kandidat gefunden werden konnte, wurde die Wahl verschoben.

Als Delegierte der Kantonalkirche wurden gewählt: Ursula Stämmer in den Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) und in die Deutschschweizerische Kirchenkonferenz (KiKo), Marie-Luise Blum in die Konkordatskonferenz sowie Rosemarie Manser in den Vorstand des Vereins Ehe- und Lebensberatung elbe.

Christine Hoffmann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Theologischen Fakultät in Heidelberg/D, stellte mit ihrem Referat „Chancen ergreifen – Die konkrete Antwort der evangelischen Kirche Italiens auf die Migration“  einen Arbeitsansatz in der aktuellen Flüchtlingsproblematik vor. In reger Diskussion wurden anschliessend Erfahrungen mit Aktivitäten aus der Luzerner Kantonalkirche geteilt.

Synodalratsmitglieder berichteten über Verlauf und Fortschritt ihrer Arbeit. Die Prozesse um die neue Verfassung verlaufen gemäss Synodalrat Florian Fischer planmässig. Die Visitation war sowohl seitens Kirchgemeinden als auch Synodalrat intensiv und bereichernd. Synodalrätin Marie-Luise Blum dankte hierfür ausdrücklich. Synodalrätin Rosemarie Manser berichtet über den Stand der ökumenischen Arbeit der Kirchen im Bereich Palliativ Care. Über die geplanten Aktivitäten zum Reformationsjubiläum informierte Regina Hauenstein. Die kantonalkirchlichen Aktivitäten zum Reformationsjubiläum wurden durch Zusatzinformationen aus dem Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund (SEK) durch Rosemarie Manser ergänzt.

In gewohnter Weise führte der Synodepräsident Norbert Schmassmann speditiv durch die Sitzung. Die Synodalen unterstützten Tempo und Dynamik, verzichteten auf eine Pause und brachten in kurzen Statements ihre Stellungnahmen, Fragen und Positionen ein.

Am 17. September 2016 findet aufgrund des Austrittsverfahrens der beiden Teilkirchgemeinden Horw und Meggen-Adligenswil-Udligenswil eine zusätzliche Synode statt. Die nächste reguläre Synode ist für den 23. November 2016 angesetzt.