Reformierten Kirche Luzern: Grosser Kirchenrat verabschiedet Rechnung 2014

„Für ihren unverzichtbaren Beitrag für die Seelsorge und zur Linderung der Not im Inland wie im Ausland danken wir den Mitgliedern der Reformierten Kirche Luzern.“ Dank konstanter Steuererträge und dem disziplinierten Verhalten des Kirchenvorstands präsentierte Finanzvorstand Walter Wittmann anlässlich der Sitzung des Grossen Kirchenrats von Mitte Juni 2015 eine ausgeglichene Rechnung.

Neben der Verwaltungsrechnung 2014 und dem Jahresbericht des Kirchenvorstands zum vergangenen Jahr genehmigte der Grosse Kirchenrat der Reformierten Kirche Luzern den Be-triebskredit 2016 für die Teil-Kirchgemeinden, die Teil-Revision des Personalreglements (zweite Lesung), wählte die Mitglieder des Ratsbüros neu und bestätigte die Revisionsgesellschaft.

Ideell und materiell Bedrängten beistehen
Die Reformierte Kirche Luzern setzt sich seit ihrer Gründung sowohl für seelsorgerische Projekte wie auch für Hilfe in Notsi-tuationen im In- und Ausland ein. Neben der kirchlichen Gas-senarbeit wurden im vergangenen Jahr etwa die Seelsorge für Randständige, die Zwitscher-Bar als Anlaufstelle in der nieder-schwelligen Seelsorge sowie viele weitere Schweizer Institutio-nen, die sich für Benachteiligte einsetzen, aber auch Mitglieder in Notlagen mit insgesamt rund Fr. 443‘000 unterstützt. In der Auslandhilfe wurden 2014 insgesamt 59 Projekte mit dem Ziel „Hilfe zur Selbsthilfe“ mehrheitlich in Afrika, Lateinamerika und Osteuropa über Partnerorganisationen mit rund Fr. 330‘000 un-terstützt. Die grosse Not der Flüchtlinge in Syrien bewog den Grossen Kirchenrat an seiner Juni-Sitzung dazu, zulasten der Überschusszuweisung an das Eigenkapital, nochmals 30‘000 Franken für Soforthilfe zu sprechen.

Erfreulicher Abschluss
Dank einem leicht höheren Steuerertrag schloss die Reformierte Kirche Luzern das vergangene Jahr bei einem Aufwand von 14,95 Mio. Franken und einem Ertrag von knapp 15,3 Mio. Franken mit einem Überschuss von rund 340‘000 Franken ab. Das positive Rechnungsergebnis resultierte dank unerwarteten Steuererträgen. Aber auch die rigorose Kostenkontrolle des Kir-chenvorstands sowie einige Verzichte zeigten Wirkung. Der Gesamtbetrag der Betriebskredite von 1,2 Mio. Franken an die zehn Teil-Kirchgemeinden der Reformierten Kirche für das Jahr 2016 wurden ebenfalls genehmigt. Damit finanzieren die Teil-Kirchgemeinden ihr Gemeindeleben autonom. Die Personal- und Baukosten der Teil-Kirchgemeinden werden hingegen direkt von der Reformierten Kirche Luzern übernommen.

Ratsbüro neu besetzt
Die nächsten zwei Jahre wird der Luzerner Pfarrer Hans-Ulrich Steinmann den Grossen Kirchenrat der Reformierten Kirche Luzern präsidieren. Zur Vizepräsidentin wurde die Biologin Yo-landa Stocker aus der Teil-Kirchgemeinde Emmen-Rothenburg gewählt. Weiter wurden vier Stimmenzähler aus den Teil-Kirchgemeinden Stadt Luzern und Emmen-Rothenburg gewählt.

Ein anforderungsreiches Jahr
Das vergangene Jahr forderte die Mitglieder des Kirchenvorstandes ausserordentlich. Die Mitarbeit im Prozess der Verfassungsrevision war sehr aufwändig. „Die aktuelle Fassung ist ein guter Kompromiss für die Reformierte Kirche Luzern“, meinte Kirchgemeindepräsidentin Marlene Odermatt zum Resultat der vorliegenden Fassung. Auch das Austrittsverfahren der zwei Teil-Kirchgemeinden Horw und Meggen-Adligenswil-Udligenswil absorbierte viel Zeit. Man sei auf einem guten Weg für eine tragbare Lösung für alle drei Parteien, orientierte Marlene Odermatt den Grossen Kirchenrat der Reformierten Kirche Luzern über den Stand des Verfahrens.