Die weltweite Kirche – ein Kontrastprogramm

Von Meggen nach Gabun in Zentralafrika und zurück nach Luzern über Palästina, Strassburg und Genf. Ende Oktober sind die 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der OeME-Jahrestagung 2010 eingetaucht ins weltweite Christentum, das Benedict Schubert von mission-21 treffend ein „Kontrastprogramm“ nannte.

Schuberts Auswahl von Bildern aus dem Buch „Glaube – Liebe – Hoffnung?“ zeigte Christinnen und Christen und die Vielfalt in der sie weltweit leben und feiern: südafrikanische Buren mit der Pistole auf der Bibel neben dem Gottesdienst der schwarzen Gemeinde in der Hinterhofkirche, der für sich betende Mönch neben den Tausenden singender Christen in der koreanischen Pfingstkirche. Davon könnte man sich befremdet ab- und der eigenen Kirche im Dorf zuwenden. Nur – die „Normalgestalt“ von Kirche gebe es nicht und der reformierte Protestantismus der Schweiz sei – so meinte Pfarrer Schubert – für viele andere reichlich exotisch.

Und wenn wir nicht aus den Geschichten von Pfingsten und Babel wüssten, dass Vielfalt nicht Strafe ist sondern Gnade, wären so viel Fremdheiten und Differenzen beinahe Grund, sich aufs Heimatliche und Gewohnte zu begrenzen. Wieviel uns dabei verloren ginge, zeigte die OeME-Tagung 2010. Das Kontrastprogramm Christentum hat uns beeindruckt und der Austausch von Ideen und Erfahrungen in Gesprächen und Workshops ermutigt, etwas davon in die Gemeinden zu holen beispielsweise durch einer Gemeindepartnerschaft.

 

Tagungsdokumentation:
♦ begeisternd und befremdend – wie Christinnen und Christen weltweit leben.
Referat Pfr. Dr. Benedict Schubert pdf
♦ Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel. Input Matthias Hui pdf
♦ Migration, die Schweiz und Europa. Input Carla Maurer pdf
♦ Migrationskirchen. Input Jean-Claude Hermanjat pdf
♦ Direktpartnerschaften bei Mission 21. Input Kerstin Schmidt pdf
♦ Gemeindepartnerschaften. Überlegungen Carmen Jud pdf