tele.bibel '25-03: Urbedürfnis Entfaltung
Der "wendende Punkt" bei Rilke
Über Wünsche und Träume hinauswachsen
Gleich nach seiner Taufe macht Jesus Bekanntschaft mit grossen Phantasien: Steine sollen zu Brot werden, Königreiche ihm zu Füssen liegen, nichts soll seine Höhenflüge bremsen. Träume eigentlich eines jeden Menschen, obwohl nur sehr wenige sie ausleben können (zurzeit, wie man den Medien entnehmen kann, etwa im Oval Office). Doch Jesus widersteht und setzt auf eine andere Art der Entfaltung. Aber welche? Und wie können wir auf dieser Linie auf die Erfüllung unserer Sehnsüchte hoffen?
In den Sonetten an Orpheus preist Rainer Maria Rilke das "Feuer der Wandlung" als den "entwerfenden Geist, der das Irdische meistert". Und spieckt seine Zeilen mit "Schwung", "Prunk", ja, "Liebe" aber auch "Entzug". Lässt sich auch hier eine Spur zur menschlichen Entfaltung und zur biblischen Fülle des Lebens finden? Erkunden Sie hier diese Pfade mit den aktuellen Impulsen von Pfarrer Paulin.
Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert,
drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt;
jener entwerfende Geist, welcher das Irdische meistert,
liebt in dem Schwung der Figur nichts wie den wendenden Punkt …
Rainer Maria Rilke aus: XII Die Sonette an Orpheus
12 Sei für die Flamme begeistert drin sich ein Ding dir entzieht.mp3
13 Im Schwung der Figur der wendende Punkt.mp3
14 Im Oval Office oder warum Steine nicht zu Brot werden wollen.mp3
16 So gross ist der Lebenswunsch nach Entfaltung.mp3
18 Der Alchimist Wiederholung.mp3
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