tele.bibel '25-03: Urbedürfnis Entfaltung

Der "wendende Punkt" bei Rilke


Silvio Studer, Mohn (Ausschnitt) Silvio Studer, Mohn (Ausschnitt)

Über Wünsche und Träume hinauswachsen

Gleich nach seiner Taufe macht Jesus Bekanntschaft mit grossen Phantasien: Steine sollen zu Brot werden, Königreiche ihm zu Füssen liegen, nichts soll seine Höhenflüge bremsen. Träume eigentlich eines jeden Menschen, obwohl nur sehr wenige sie ausleben können (zurzeit, wie man den Medien entnehmen kann, etwa im Oval Office). Doch Jesus widersteht und setzt auf eine andere Art der Entfaltung. Aber welche? Und wie können wir auf dieser Linie auf die Erfüllung unserer Sehnsüchte hoffen?

In den Sonetten an Orpheus preist Rainer Maria Rilke das "Feuer der Wandlung" als den "entwerfenden Geist, der das Irdische meistert". Und spieckt seine Zeilen mit "Schwung", "Prunk", ja, "Liebe" aber auch "Entzug". Lässt sich auch hier eine Spur zur menschlichen Entfaltung und zur biblischen Fülle des Lebens finden? Erkunden Sie hier diese Pfade mit den aktuellen Impulsen von Pfarrer Paulin.

 

Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert,
drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt;
jener entwerfende Geist, welcher das Irdische meistert,
liebt in dem Schwung der Figur nichts wie den wendenden Punkt …

Rainer Maria Rilke aus: XII Die Sonette an Orpheus

 

11 Wolle die Wandlung.mp3

12 Sei für die Flamme begeistert drin sich ein Ding dir entzieht.mp3

13 Im Schwung der Figur der wendende Punkt.mp3

14 Im Oval Office oder warum Steine nicht zu Brot werden wollen.mp3

15 Rilkes Versuchung.mp3

16 So gross ist der Lebenswunsch nach Entfaltung.mp3

17 Der Alchimist.mp3

18 Der Alchimist Wiederholung.mp3

19 Dankbarkeit.mp3

20 Mehr als Verlächeln.mp3

 

 

 

Ansprechperson

Maximilian Paulin

Pfarrer